Die Entfesselung des Schöpfers – Buchveröffentlichung Storytelling

Die Entfesselung des Schöpfers ist ein Essay, das als erkenntnistheoretische Abhandlung und als unterhaltsame Lektüre zugleich konzipiert ist. Es ist ein Demonstrator, dass so etwas funktionieren kann. Beurteilen Sie aber am besten selbst, ob es funktioniert und hinterlassen Sie einen Kommentar.

Worum geht es?

In Sachbüchern werden üblicherweise Ideen aufbereitet, konserviert und kopiert, sei es in Form von Monographien, Biographien, Anleitungen, Einführungen oder Zusammenfassungen. Demgegenüber steht die Gattung der Romane, in der prinzipiell eine Fiktion vermittelt wird, auch wenn sie unter Umständen einen wahren Kern hat. Damit es eine gute Geschichte wird, haben sich über die Jahrhunderte gewisse Regeln des Storytellings herauskristallisiert, die einzuhalten sind. Wie die Harmonie in der Musik und der Goldene Schnitt in der Malerei ist es in der Literatur stets der Spannungsbogen. Dieser wird immer systematisch konstruiert, denn er kommt im wahren Leben nicht vor. Realismus und Wahrheit werden strikt dem Spannungsbogens unterworfen und somit systematisch verbogen. Solange die innere Logik dabei nicht verletzt wird, stört das Niemanden.

Ein Roman steht augenscheinlich im Widerspruch zum objektiven Ideal eines Sachbuchs. Doch bei genauerer Betrachtung sind die Darstellungen eines Sachbuchs ebenfalls systematisch konstruiert, wobei hier der Rote Faden und präziser und einheitlicher Sprachgebrauch vergleichbare Funktionen übernehmen. Die ganze Wissenschaft ist der Versuch, das Komplexe durch das Einfache zu erklären und auf Papier zu bringen. Die Konstruktion, also die Modellierung und die Strukturierung von Ideen, ist der Verknüpfungspunkt dieser beiden Gattungen in dem Essay.

Unabhängig von der literarischen Gattung hat das geschriebene Wort stets etwas eigentümliches und magisches an sich. Heutzutage ist das geschriebene Wort allgegenwärtig, so dass man nicht mehr darüber nachdenkt. Im Altertum war das noch nicht der Fall und die Gelehrten machten sich ernsthafte Gedanken über die merkwürdige Situation, dass Gedanken einem Stück Papyrus oder einem Stück Pergament entnommen werden, deren Autoren bereits vor vielen Jahren starben. Sie stellten einen gewaltigen Unterschied in der psychologischen Wirkung zwischen dem geschriebenen und dem gesprochenen Wort fest, der sich bis heute bestätigt.

Alle Lebewesen, bereits Babys, wissen instinktiv, lebendige von unbelebten Objekten zu unterscheiden. Ein Buch zu lesen ist, als wenn ein unbelebtes Objekt lebendige Worte spricht, sobald man mit seinen Augen seine Zeichenmuster erfasst – ein instinktives Paradoxon, eine Belebt-Unbelebt-Dissonanz.

Viele, wie auch bereits Gelehrte im Altertum, lehnen das geschriebene Wort ab. Es sind nur wenige, die diesen toten Erfahrungen etwas entnehmen wollen, anstatt Erfahrungen durch eigenes Handeln oder dem Zuhören von Mitmenschen zu sammeln. Es sind nur wenige, die im geschriebenen Wort überhaupt einen Mehrwert sehen und es sind noch einmal weniger, die Bücher zu diesem Zweck schreiben. Eine merkwürdige Verschiebung ergibt sich dadurch, dass dem geschriebenen Wort mehr Wahrheit als dem flüchtigen, gesprochenem Wort beigemessen wird.

Ich habe dieses Paradoxon, dass ein Buch irgendwie zu einem zu sprechen scheint, auf die Spitze getrieben, indem ich den Leser direkt und frontal anspreche.

Worum geht es wirklich?

Thematisch geht es um Introspektion, die Selbstbeobachtung und Selbsterforschung auf mentaler Ebene.

Das Buch behandelt die Grenzen der Beobachtung und Analyse der eigenen Gedanken. Es geht nicht primär um die Analyse eines bestimmten Gedankens, sondern um das Entstehen eines beliebigen Gedankens und um Methoden, dieses Entstehen zu beeinflussen. Es geht um das Verstehen des Verstehens – ein gefährlich rekursives Problem, das die gesamte Erkenntnistheorie plagt, denn in der Philosophie ist die sprachliche Selbstbezüglichkeit allgegenwärtig und verursacht viele Probleme. Nehmen Sie einmal die ganzen Diskurse um das Sein. Kant war der erste, der eine gnadenlose Bestandsaufnahme über die Werkzeuge des Verstehens machte und Grenzen aufzeigte. Über Wittgenstein folgte dann die Vorstellung eines generellen sprachlichen Problems jeder Erkenntnis.

Es wird das eine mit dem anderen und das andere dann mit jenem und so weiter und so fort erklärt, aber irgendwo fehlt immer etwas, wenn man es zu Ende denkt. In der Praxis hilft es allerdings wenig, sich auf Gödels Unvollständigkeitsbeweis oder einen Gott zu berufen. Die Frage ist, wie man mit dieser Unvollständigkeit vernünftigerweise umgehen kann, denn es ist offensichtlich, dass der Verstand des Menschen trotzdem ganz wunderbar funktioniert. In Analogie zu den Mathematikern fehlt den Erkenntnistheoretikern eine Methode wie das Hinwegrechnen über Nulldivisionen und Unendlichkeiten, die diese zu beherrschen lernten.

In dem Essay wird eine solche Theorie der Erkenntnis mit den Mitteln des Storytellings vermittelt. Eine Theorie ist nicht nützlicher, wenn sie intellektuell oder nach wissenschaftlichen Standards aufbereitet wird. Das Storytelling unterstreicht den Anspruch der Nützlichkeit der Theorie, denn es geht alleine um Nützlichkeit, nicht um Wahrheit. Ist das Essay wissenschaftlich? Unter üblichen Kriterien wohl nicht. Es wird nicht zitiert und die Theorie wird auch nicht mit anderen Erkenntnistheorien und neurologischen Erkenntnissen in Kontext gesetzt. Es ist eben eine Geschichte. 

Worum geht es sonst noch?

Das Essay ist vom Setting als Satire auf die unsäglichen Lebensratgeber und auf die zahllose esoterische Literatur konzipiert. Des Weiteren ist es von der literarischen Form her eine klassische Heldenreise – mit der Besonderheit, dass der Leser die Rolle des Helden übernimmt. Aus dieser progressiven Perspektive lassen sich ein paar ganz nette Überraschungseffekte konstruieren. Ein guter Autor versteht es, so zu schreiben, dass der Leser den Helden sympathisch findet. In dem Essay ist es (hoffentlich) so geschrieben, dass Sie von Gedanken überrascht werden, die Sie unweigerlich beim Lesen haben werden und mit denen Sie immer wieder konfrontiert werden.

Worum geht es konkret?

Die Heldenreise beginnt nach einem mystischen Prolog direkt mit einer unwiderstehlichen Verheißung auf die Entfesselung ungeahnter Kreativität und Intelligenz. Der Held begibt sich dann in die Ausbildung, in der die Theorie vorgestellt wird. Nach anfänglichen Wirrungen und kleineren Herausforderungen beginnt dann das Abenteuer und endet – wie soll es auch anders sein – in einem großen Finale.

Warum sollten Sie das Essay lesen?

Nun, weil Sie wahrscheinlich der Sorte Mensch angehören, die sehr wohl etwas mit diesen unbelebten Objekten anfangen kann, die zu Ihnen sprechen. Weil Sie ein nachdenklicher Mensch sind. Weil Sie wirklich Ihre Intelligenz und Kreativität verstehen und optimieren wollen. Weil es viele schlechtere Bücher gibt, die Sie ansonsten lesen würden. Weil nichts in dem Buch aufgewärmt ist. Weil es unbefangen die Erkenntnistheorie aus einer persönlichen Perspektive angeht. Weil die Geschichte logisch und konsequent aber gleichzeitig auch unvorhersehbar ist. Weil Sie wissen wollen, wie die Geschichte für den Helden ausgeht.

Wo können Sie das Buch erwerben?

Die Entfesselung des Schöpfers – Wagen Sie die Reise in Ihren eigenen Verstand? ist als Print hier erhältlich.

Nicht jeder kann oder will das Geld für die Printversion ausgeben. Das verstehe ich. Alternativ schenke ich Ihnen deshalb eine kostenlose eBook Version. Senden Sie mir bei Bedarf eine E-Mail an michael@welsch.one.

Michael Welsch Die Entfesselung des Schöpfers: Wagen Sie die Reise in Ihren eigenen Verstand?

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