Die Erklärung des Etwas – Brainfuck für Fortgeschrittene Erkenntnistheorie

Die Erklärung des „Etwas“ ist ein schwindeleregender Brain Fuck, der Ihre Gehirnzellen zerreißen wird.

Es beginnt mit dem elementarsten Kontrast der Welt, der Dichotomie aus Zufall und Bestimmtheit.

Es sind erst einmal zwei Prinzipien, die sich gegenüberstehen. Auf der einen Seite steht die Zufälligkeit und auf der anderen Seite die Bestimmtheit. Ich könnte es auch Unbestimmtheit und Bestimmtheit nennen, oder Chaos und Ordnung, Zufall und Schicksal oder als Fachbegriffe Probabilismus und Determinismus. Das X ist das etwas, worüber ich nachdenke und es befindet sich nun zwischen diesen beiden Prinzipien.

Probabilismus |—–<x>—–| Determinismus

Ich will diese Spanne zunächst vergrößern. Was heißt Zufall, gibt es das überhaupt? Ich denke an das Werfen eines Würfels. Ist das Ergebnis wirklich zufällig? Meine empirische Erfahrung sagt ja. Ich sitze nun auf dem X und drehe mich um und blicke in die andere Richtung. Wenn ich es so betrachte, könnte ich eine Kamera mit einem Computer verbinden und in dem Moment, in dem der Würfel meine Hand verlässt, seine Bewegung erkennen und mit einem Computermodell den Aufprall berechnen, so dass ein Bildschirm das Ergebnis anzeigt, während der Würfel noch rollt. Das könnte ich mir als Ingenieur und Wissenschaftler wirklich vorstellen, auch wenn eine Umsetzung einige Jahre dauern würde.

Die Spanne ist nun bereits größer, da ich gleichzeitig voraussetze, dass das zufällige Ergebnis bestimmbar ist. Es ist damit beides zugleich. Das sind genau die Gedanken, die ich für meine Modellierung brauche. Ich darf nur nicht darüber nachdenken, warum beides das Gleiche sein könnte. Es müssen im dichotomen Kontrast strikt verschiedene Dinge sein, die sich gegenüberstehen.

Die Spanne ist für mich, das X, nun größer.

Probabilismus |—————-<x>—————-| Determinismus

Ich vermute nun, dass es vielleicht den absoluten Probabilismus auf der einen Seite und den absoluten Determinismus auf der anderen Seite geben könnte, die Grenzprinzipien darstellen. Das ist gefährlich, weil es ein abstraktes und nicht erfahrbares Modell ist. Aber ich denke mir, ich habe immer die Chance, mich beiden Seiten durch Erfahrung zu nähern. Ich nähere mich wieder der deterministischen Seite.

Ich kaufe einen Vanille-Pudding und stelle ihn in den Kühlschrank, um ihn am nächsten Tag zu essen. Wie bestimmt ist es, dass ich ihn am nächsten Tag wirklich herausnehme und esse? Nun, ich weiß es nur im Nachhinein, wenn ich es getan habe. Es ist also nicht wirklich vorherzusagen, dass dieses Ereignis mit Bestimmtheit eintritt, und hängt von zufälligen Dingen ab, die ich nicht berücksichtige und auch nicht kontrollieren kann. Ich könnte schlicht die Absicht vergessen oder durch ein Ereignis abgelenkt werden.

Aber normalerweise: Ja, der Pudding ist im Kühlschrank, ich könnte ihn nehmen und essen. Was ist, wenn meine Freundin an demselben Tag ebenfalls Vanille-Pudding kauft, weil sie weiß, dass ich ihn gerne esse. Ich öffne am nächsten Tag den Kühlschrank und sehe zweimal den Pudding. Ist es jetzt immer noch bestimmt, dass ich ihn esse? Dann esse ich eben einen Pudding oder beide, aber das entspricht nicht dem ursprünglichen Plan, den Pudding zu essen, den ich mir gekauft habe.

Aber selbst wenn ich noch im Supermarkt auf Nummer sicher gehe und ihn sofort öffne, könnte in die Verpackung aus Versehen ein Schoko-Pudding geraten sein, weil jemand in der Fabrik nicht aufgepasste. Ich könnte so den Vanille-Pudding bestimmt nicht essen, wie gedacht. Ich wende das noch einmal auf den Würfel an. Kurz vor dem Wurf hängt sich mein Berechnungsprogramm wegen eines Speicherdefekts auf. Ich kann diesen Wurf nun nicht vorhersagen. Nach einer Diagnose steht vielleicht fest, dass der Speicherbaustein ausfiel. Ist es nun zufällig, dass dieser ausfiel oder wurde das wiederum in der Produktion durch einen weiteren Zufall vorbestimmt?

Wohlgemerkt, es geht hier nicht um Wahrscheinlichkeiten, dass es in 99% klappen wird. Ich mache beides nur ein einziges Mal.

Beim schöpferischen Denken macht es keinen Sinn, nach der Unterschiedlichkeit der Enden des Kontrastes zu suchen. Irgendwie scheinen Sie ja doch das Gleiche zu sein und nicht ohne einander definierbar. Ich schiebe die Frage der Existenz von absoluter Zufälligkeit und absoluter Bestimmtheit beiseite und prüfe einfach nur, ob die Idee nützlich ist. Wir wissen schließlich, dass ein Ideal immer naiv ist. Es ist also nicht relevant, ob es das wirklich gibt. Ich gehe nun davon aus, dass egal was ich mache, ein Schritt immer Zufall und Bestimmtheit beinhalten muss, damit das X in der Mitte bleibt. Damit ist alles, was existiert, zufällig und bestimmt zugleich.

Wie ist das gemeint? Überlagert gleichzeitig oder anteilig? Damit ich das Modell der Dichotomie anwenden kann, muss ich eine Wechselwirkung von Probabilismus und Determinismus verlangen, damit ich sie in Verbindung bringen kann. Existenz soll also die Wechselwirkung dieser beiden Prinzipien sein. Es ist beides zugleich, vielleicht anteilig, aber auf jeden Fall untrennbar miteinander verknüpft, diese Verknüpfung nenne ich Wechselwirkung, kurz Wirkung.

<Wirkung>

/                    \/                        \

Probabilismus |——–<x>——-| Determinismus

Damit ist ein übergeordnetes Prinzip modelliert. Ich kann die einzelnen Facetten der Wechselwirkung ausdrücken, aber die Wechselwirkung selber ist etwas Spirituelles. Wirkung im Sinne einer Wechselwirkung ist ein Modell, das unser Verstand versteht, aber nicht erklären kann. Zwei Menschen verbringen eine gemeinsame Zeit, danach haben sich beide Menschen so verändert, dass ihre Zukunft eine andere ist, als wenn sie nicht „wechselgewirkt“ hätte. Überlesen Sie die Kausalität dieses Beispiels, denn Kausalität kommt erst zwei Prinzipien später.

Prinzip Wirkung

Die Wirkung ist die Facettierung in Zufall und Bestimmtheit. Zufall und Bestimmtheit sind Facetten ein-und-derselben Wechselwirkung


Ich visualisiere einen leeren Punkt. Ich weiß, dass dieser leere Punkt in beide Anteile zerlegbar sein muss. Ich bestimme nun den leeren Punkt mit sich selbst. Das könnte z.B. so aussehen, dass ich mir den leeren Punkt als viele denke und alle miteinander verbinde.

Lassen Sie sich nicht davon täuschen, dass es jetzt unbestimmt viele Punkte sind, ansonsten hat er keine Eigenschaft.

Diese Verbindung will ich als Strecke darstellen, eine Art Dimension. Die leeren Punkte liegen noch nicht auf einer klassischen, geometrischen Dimension, da sie nicht zwangsläufig von links nach rechts verkettet sind und der leere Punkt auch sonst noch keine Eigenschaften hat.

 

Prinzip Projektion

Die Projektion ist die Abhängigkeit von bestimmter und zufälliger Facette.

In einer Darstellung ist die Projektion die Wirkung/Abhängigkeit von bestimmter und zufälliger Facetten. Die Projektion ist scheinbar die Gleiche, die Ursache nicht oder umkekehrt, die Ursache ist die Gleiche, doch die Wirkung hat eine zufällige Erscheinung.

Ich determiniere im nächsten Schritt die unbestimmte Verbindung in eine bestimmte Verbindung, so dass die leeren Punkte eine Kette bilden.

Ich kenne den umgekehrten Schritt aus unserer Welt als Projektion. Wie die Punkte verbunden sind, ist nun bereits »etwas« bestimmter. Aus vielen ähnlichen Beobachtungen schließe ich auf eine bestimmte Beobachtung. Aus einem bestimmten Ideal erkläre ich verschiedenste Variationen. An einem Apfelbaum hängen Früchte. Obwohl alle leicht unterschiedlich sind, kann ich sagen, dass alle einzelnen Früchte verschiedene Projektionsfacetten ein-und-desselben Apfelprinzips sind. Die Variationen der Äpfel in Form und Farbe sind zufällig, das Ideal des Apfels ist aber bestimmt.

Damit das Beispiel des Apfels gilt, muss jedoch auch folgendes Prinzip verwendet werden.

 

Prinzip Proportion

Die Proportion ist das Zusammenwirken von Konstanz und Variabilität. Jede zufällige Facette hat eine bestimmte Proportion.

Es könnte z.B. die Beziehung zwischen dem eigenschaftslosen Punkt und dem Abstand sein, wobei der Abstand der Punkte in 3D konstant ist, der Gesamtabstand jedoch nicht.

Ich bestimme nun den Abstand zwischen zwei leeren Punkten als konstant. Der Abstand zwischen voneinander entfernten Punkten ist weiterhin variabel und zufällig.N ach meiner Vorstellung habe ich nun eine unendliche Anzahl von möglichen, unendlich langen Ketten in einem dreidimensionalen Gebilde beschrieben, die durch einen konstanten Abstand jedoch wohl proportioniert sind, pro Portion quasi.

Mit dem nächsten Prinzip hauche ich den Facetten, bzw. den beispielhaften Ketten, Leben ein.

 

Prinzip Prozess

Der Prozess beschreibt das mögliche Wechselwirken von Bestimmtheit und Zufall unter der Bedingung der Proportion.

Darstellung der Möglichkeit als zufällige Abfolge bestimmter Facetten und Variation als bestimmte Abfolge zufälliger Facetten.

Mit dem Prinzip des Prozesses betrachte ich die Ketten nicht mehr als statisch überlagert sondern als dynamisch veränderlich. Eine Facette dieser Dichotomie sagt, dass »Möglichkeit« die zufällige Abfolge von möglichen, also bestimmten Facetten ist.

Demgegenüber steht die Kontrastfacette »Variation« als die eine bestimmte Realisierung aller zufälligen Facetten.

Sie gehen durch eine belebte Einkaufstraße. Von allen möglichen Schritten vollführen Sie stets nur eine mögliche Kombination. Gleichzeitig ist Ihnen klar, dass viele weitere zufällige Kombinationen bestehen, es sich aber nur eine einzige Möglichkeit davon realisiert. Von oben betrachtet filmen Sie alle Passanten. Keine Passanten verschwinden oder durchdringen sich. Variation ist nun definiert als die Abfolge der Passantenpositionen unter den Randbedingungen der Projektion und Proportion. Es ist der Wesenszug der gerichteten Veränderung. Demgegenüber steht der Wesenszug der Möglichkeit als die eine bestimmte Realisierung aller möglichen Realisierungen.

Von allen möglichen Entscheidungen in unserem Leben treffen wir stets nur exakt eine und leben mit der Konsequenz.

Keins dieser vier Prinzipien bedingt bisher Kausalität, wohlgemerkt.

Jede Wirkung zeigt sich per Projektion in Form von Proportion durch Prozess. Das monokratische Prinzip der Wirkung zwingt alle untergeordneten Prinzipien zur Wechselwirkung zweier Facetten. Alle untergeordneten Prinzipien haben folglich zwei Facetten.

Für die Symbolik und damit die Mathematik und Logik reichen diese vier Prinzipien bereits aus. Doch für die Kausalität brauchen wir noch die Ursache.

 

Prinzip Ursache

Wie kann sich nun Ursache in die Monokratie einreihen? Ich betrachte einen Punkt der Kette und mache ihn fett. Ich lasse ihn den Abstand im Raum unbestimmt durchwechseln. Mit jedem neuen Schritt vergrößert sich die Anzahl der Möglichkeiten unbestimmt.

Darstellung der Ursache als unbestimmte Wirkungsausbreitung

Mathematisch überlagere ich nun alle möglichen Konfigurationen zu einer Konfigurationsraumdichte. Ich betrachte also beide Facetten des Prozesses. Eine Kette stellt zunächst eine Möglichkeit da. Durch die Berücksichtigung aller Varianten beschreibe ich nun den ganzen Prozess, der sich folglich nur noch statistisch darstellen lässt. Es handelt sich um einen bedingten Zufall, der bewirkt, dass bestimmte Proportionen mit einer variablen Wahrscheinlichkeit auftreten, obwohl die Bedingungen konstant bleiben.
Sie sehen, auch wenn Sie vielleicht nicht sofort folgen können, wie Gegensätzliches als »ein-und-dasselbe« dargestellt wird und alle untergeordneten Prinzipien stets die übergeordneten Prinzipien beinhalten.

 

Ausbreitung der Raumwelle

Mathematisch lässt sich diese Dichte exakt beschreiben, auch wenn die Gleichung etwas kompliziert ist.

Darstellung der Entwicklung der Wahrscheinlichkeitsdichte.

Auf den ersten Blick denkt man vielleicht, dass die größte Wahrscheinlichkeit im Ursprung liegt. Die größte Dichte bleibt jedoch nicht beim Ursprung, sondern breitet sich vom Ursprung weg kontinuierlich aus und flacht langsam ab.

Kann dieser Ursprung nun als Ursache angesehen werden?

Ich determiniere, dass eine weitere Zufalls-Dimension entsteht. Erinnern Sie sich an die Striche der »ersten« Dimension, die sich als Projektion von etwas Konstanten aus der zweiten Dimension erwiesen. Und dass sich die zweite Dimension als Projektion der leeren Punkte in der dritten Dimension ergab? Genau so handhabe ich es weiterhin.

Wenn zufällig die Konfiguration im Raum mit sich selbst wechselwirkt, liegt die Konstanz im Abstand in einer vierten Dimension. Das könnte nun ein imaginärer statt ein realer Abstand sein, dessen Betrag allerdings zu jeder Zeit konstant ist. Sie merken, es wird langsam kompliziert.

Bevor Sie komplett abgeschreckt sind, betrachte ich es einmal philosophisch.

Zunächst war da das »Nichts«, das ich als leeren Punkt visualisiert habe. Dann habe ich das »Nichts« Stück für Stück determiniert, bis ich das »Etwas«, und zwar den fetten Punkt hatte. Durch die Determinierung steht das »Etwas« in Beziehung zum »Nichts« durch so etwas wie Raum (Proportion) und so etwas wie Zeit (Prozess). Sie merken, wie natürlich das Wort »bestimmt« in diesem Zusammenhang funktioniert.

Zusätzlich ist es bestimmt, dass das »Etwas« mit sich selbst in einer vierten Dimension wechselwirken muss, wobei es alle bisherigen Prinzipien, also einen Prozesscharakter und eine Proportion, aufweisen muss. Da sind wir dann am Rand unserer empirischen Erfahrung, oder etwa nicht?

Gehen wir mal aus der Philosophie in die Physik und fragen uns, was das »Etwas« denn überhaupt sein könnte? Ein Atom? Ein Elementarteilchen?

Das funktioniert nicht, da bekannt ist, dass es davon verschiedenartige gibt. Was haben wir denn noch? Es sollte irgendwas sein, was im Raum erhalten bleibt. Da bleiben also aus unserer empirischen Erfahrung heraus nur die Energie, die Masse und der Impuls. Energie und Masse sind unter bestimmten Bedingungen äquivalent, sagte Einstein. Und Impuls ist eine Größe, die wiederum Masse mit der Geschwindigkeit verbindet. Nun gibt es nicht so viele Optionen, zwei davon sollten sich als Dichotomie herausstellen. Die Projektion aus der vierten Dimension in den dreidimensionalen Raum entspricht einer zufällig fluktuierenden Wirkung im Raum, die jedoch einer bedingten Wahrscheinlichkeit gehorcht. Außerdem hat sie einen Prozesscharakter und es zeigt sich immer nur eine mögliche Realisierung der Wirkung aller Optionen. Das ist die zentrale Eigenschaft des Raums über seine euklidische Definition hinaus. Es ist weder Masse noch Energie noch Impuls, es ist zunächst die Wechselwirkung des Raums mit sich selbst, die eine unter unendlich vielen Wirkungen erzwingt.

Doch dieser Raum ist nicht starr, er expandiert, zunächst beschleunigt und dann mit der Wurzel zur Anzahl der Ausbreitungsfolge. Erstaunlicherweise bewegt sich die Raumwelle vom Ursprung weg und verbreitert sich. Ohne Wechselwirkung mit sich selbst würde der Raum gleichzeitig mit jedem Schritt dichter.

Doch der Raum muss durch das oberste Prinzip mit sich selbst wechselwirken. Diese Wirkung muss sich wiederum in zwei Facetten zerlegen lassen. Ich breche das an dieser Stelle ab.

Was kann das sein, das ich bisher geschöpft habe? Nun, ich habe ein bisschen darüber nachgedacht und es kann eigentlich nur ein Modell eines Urknalls sein, was Sie sicherlich an den Begriffen Raum und Zeit usw. ersehen konnten. Also nicht der Urknall unseres Universums, sondern die Art von Urknall, den ich mit der vorgestellten Prinzipkaskade modellieren und berechnen kann.

Doch wo ist nun die Ursache? Findet sich das Prinzip der Ursache weiter untergeordnet oder ist das Prinzip Ursache der dichotome Kontrast zu dem Prinzip Wirkung, so dass beides Facetten eines noch unbekannten übergeordneten »ein-und-dasselbe« sind? Wenn Letzteres der Fall wäre, würde dies zu einem Modell führen, welches Antworten auf Warum-Fragen ermöglicht, denn eine Frage nach der Ursache ist immer eine Warum-Frage.

Die Erklärung des Etwas – Brainfuck für Fortgeschrittene
Bewerte den Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.